“Bernhard Langer wird von einer Klapperschlange gebissen. Nach fünf qualvollen Tagen stirbt die Klapperschlange.” Nicht umsonst kursieren derzeit sogenannte “Chuck-Norris-Witze” mit Bernhard Langer, der als unerschrocken und unsterblich dargestellt wird, im Internet. Und zwar mit Recht, denn der 63-Jährige dominiert noch immer die PGA Tour Champions und ein Formverlust sei laut seinen Spielerkollegen auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.

PGA Tour Champions: Bernhard Langer noch immer dominant

Alle wichtigen Statistiken sprechen zudem klare Worte: Er ist die Nummer eins auf der Schwab-Cup-Money-List, die Nummer eins bei den wenigsten Schlägen, die Nummer eins im Putten, die Nummer eins mit den meisten Birdies und die Nummer eins mit den meisten Top-10-Platzierungen. Seine Kollegen auf der Champions Tour haben schon längst die Hoffnung aufgegeben, dass Langer irgendwann an Fahrt verliert.

Auch “Mr. Consistency” selbst weiß um seine Position, bleibt jedoch bescheiden und unbeeindruckt: “Ich denke, ich habe gerade sehr solide gespielt”, so Langer am Donnerstag. “Es war nichts Spektakuläres oder Besonderes daran. Ich habe ein oder zwei Playoffs verloren und viele gute Ergebnisse erzielt.” Doch der Nachwuchs auf der PGA Tour Champions wird jährlich namhafter und stärker. Erst im letzten Jahr gaben Jim Furyk, Retief Goosen, Ernie Els und Phil Mickelson ihr Debut bei den Senioren.

Bernhard Langer: “Die Konkurrenz wird härter”

Furyk gewann in seinen ersten beiden Starts und Mickelson tat dasselbe. Els hätte bei seinem ersten Start fast gewonnen und ebenfalls zwei Siege verbucht. Die Konkurrenz sieht Bernhard Langer allerdings auch als Zeichen, dass die gesamte Champions Tour immer an neuer Attraktivität hinzu gewinnt: “Es ist absolut positiv für unsere Tour”, erklärte Langer. “Sie hatten bis jetzt eine tolle Zeit. Ernie ist hochengagiert, Retief ebenso. Es ist eine großartige Tour und die Jungs merken das. Früher oder später denke ich, dass Phil ebenfalls eine Menge spielen wird, es ist nur noch eine Frage der Zeit. “

Sie alle können von Langer lernen. Er ist ein körperliches Wunder und geistig härter als ein Kiefernknoten. In zehn Events nach der Corona-Pause erzielte Langer acht Top-10-Platzierungen, darunter landete er sogar fünfmal in den Top-5. Nach seiner eigenen Einschätzung hatte er 2020 vielleicht vier oder fünf Gewinnchancen.

Interessantes Erlebnis auch ohne Fans

Laut Langer war das Golfspiel nach der Pandemie ein Erlebnis ohne seines Gleichen. Jeder einzelne Spieler war betroffen, wenn auch nicht auf die gleiche Weise. Der größte Unterschied sei laut Langer die fehlenden Reaktionen der Zuschauer während des Spiels: “Wenn man auf ein erhöhtes Grün gespielt hat, wusste man nicht, ob er gut lag. Ich habe letztes Jahr zwei Hole-In-One gesehen und nur drei Leute haben gejubelt.”

Niemand kann genau vorhersagen, wie lange Bernhard Langer seine Topform noch halten kann. Was feststeht, ist, dass er im August 64 Jahre alt wird. Gelänge ihm dann ein Sieg auf der Champions Tour, wird er der älteste Gewinner aller Zeiten.

“Ich hatte gehofft, einige Jahre lang noch ein Top-Spieler zu sein, aber wahrscheinlich habe ich die meisten meiner eigenen Erwartungen übertroffen.”, so Bernhard Langer.  “Aber ich habe auch viel Arbeit und Engagement investiert. Ich glaube, man kann immer noch besser werden, auch wenn man älter wird. Ich weiß wirklich nicht, wie lange ich das noch kann. Ich war noch nie so alt. Die Uhr tickt. Es wird nicht für immer sein, das ist sicher. “





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