Seit Anfang des Jahres wurde die argentinische Golf-Legende, Ángel Cabrera, mit einem internationalen Haftbefehl von Interpol gesucht. Am Donnerstag dann wurde “El Pato” von der brasilianischen Bundespolizei in Leblon, einem Nobelviertel in Rio de Janeiro, festgenommen.

Ángel Cabrera: Gewaltanwendung und Morddrohungen

Schon 2017 wurden die argentinischen Behörden auf Cabrera aufmerksam, denn Cecilia Torres, eine seiner beiden Ex-Frauen, stellten gegen ihn Strafanzeige wegen körperlicher Gewalt und Diebstahls. Silvia Rivadero, der Mutter seiner beiden ältesten Töchter, soll er sogar mit Mord gedroht haben. Eine dritte Frau, Micaela Escudero, berichtete ebenfalls von körperlicher Gewalt und Drohungen. Seine Gewaltbereitschaft ist in Argentinien schon länger bekannt. Nach seinem US-Open-Sieg 2007, soll er für einige Stunden in Gewahrsam genommen worden sein, nachdem er einem Polizisten gegenüber gewalttätig wurde.

Trotz der vorliegenden Anzeigen, verließ Cabrera im August 2020 sein Heimatland, um in den USA Golf zu spielen. Nachdem sein Touristenvisum ausgelaufen war, flog er Ende Dezember nach Brasilien, um dort unterzutauchen.

Die sportliche Seite: Argentinischer Golf-Held

Für die Golf-Geschichtsbücher bleibt sein sportliches Vermächtnis jedoch gewiss bestehen, denn er ist nicht nur der einzige Argentinier, der das Masters sowie die US Open je gewinnen konnte, sondern auch der einzige Südamerikaner. 2013 gelang ihm beinahe sein zweiter Masters-Sieg, er unterlag jedoch Adam Scott im Playoff.

Noch im vergangenen Jahr nahm er im August und September an fünf Turnieren der PGA Tour Champions teil. Beim auf November verschobenen Masters konnte er, trotz seiner lebenslangen Spielberechtigung, wegen einer Operation am Handgelenk nicht antreten.





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